Website LogoSpeicherkarten-Guru
ein redaktionelles Angebot von ValueTech.de

CinemaDNG mit der Sigma fp (L)

Die Sigma fp und fp L stechen nicht nur mit ihrem Formfaktor aus der großen Masse spiegelloser Systemkameras hervor. Auch die Möglichkeit intern RAW-Video im CinemaDNG-Format aufzuzeichnen, sieht man so längst nicht alle Tage. Doch CinemaDNG respektive Sigmas fp-Kameras sind keine Kostverächter.

Will man das interne SD-Karten-Fach nutzen, sind maximal Full-HD-Aufnahmen mit 12 bit pro Farbkanal und 59,94 fps möglich. In 4K UHD muss man sich sogar mit maximal 25 fps und 8 bit Farbtiefe zufriedengeben, welche kaum mehr Spielraum bieten als Aufnahmen im komprimierten MOV-Format. Selbst diese gering wirkenden Anforderungen sind mit 1.670 Mbit/s (209 MB/s) am Rande des mit UHS-II-SD-Karten technisch Möglichen. So erfüllten im Test gerade einmal fünf SD-Speicherkarten die höchsten Anforderungen.

Sigma fp L mit optionalem Sucher (EVF-11) und Handgriff (HG-11)
Sigma fp L mit optionalem Sucher (EVF-11) und Handgriff (HG-11)

Wer die Fähigkeiten der Sigma fp L vollends ausreizen will, hat noch eine andere Möglichkeit: SSDs. Beide Kameras besitzen einen USB-C-Anschluss, der neben der Stromversorgung auch USB-C-SSDs ansprechen kann. Neben der noch einmal deutlich höheren Geschwindigkeit ergibt sich vor allem ein immenser Preisvorteil um bis zu Faktor 10 gegenüber SD-Speicherkarten mit UHS-II-Schnittstelle.

Aber: Sigmas fp-Kameras sind äußert wählerisch und arbeiten nur mit einer erlesenen Auswahl externer SSD-Speicher zusammen. Den Einsatz anderer USB-C-SSDs quittiert die Kamera mit verschiedenen Fehlermeldungen, meist scheitert schon der Verbindungsaufbau.

Wie muss ich die Messwerte interpretieren?

Wir haben die maximal mögliche Schreibgeschwindigkeit bei Videoaufnahmen ermittelt. Da die Sigma fp (L) Videoaufnahmen bei zu langsamen Speichermedien nach nur wenigen Sekunden abbricht, bleibt vor allem bei SD-Karten nicht viel mehr als "probieren, probieren, probieren", bis man das stabile Maximum erreicht. Wir testen dazu folgende CinemaDNG-Einstellungen in absteigender Reihenfolge durch, bis ein Format für längere Zeit unterbrechungsfrei aufgezeichnet werden kann:

  1. 2160p30 12 bit (3.020 Mbit/s; Nur SSDs)
  2. 2160p25 8 bit (1.670 Mbit/s)
  3. 1080p60 10 bit (1.280 Mbit/s)
  4. 1080p50 10 bit (1.060 Mbit/s)
  5. 1080p50 8 bit (850 Mbit/s)
  6. 1080p30 10 bit (640 Mbit/s)

Folglich sind die maximal möglichen Geschwindigkeiten für SSDs (3.020 MBit/s) und SD-Speicherkarten (1.670 MBit/s) einerseits gedeckelt und andererseits nur in größeren Sprüngen messbar.